Öfen zur direkten Verbrennung von Pflanzenöl:

In Öfen werden normalerweise Erdöldestillate -Heizöl, Petroleum- verbrannt. Der Flammpunkt dieser dünnflüssigen Produkte liegt bei ca. 80°C. Da der chemische Aufbau von Pflanzenölen grundsätzlich anders ist und auch die Viskosität etwa 30 mal größer ist, sowie der Flammpunkt bei 180- 300°C liegt, sind diese Öfen nicht für die Verbrennung von Pöl geeignet.

Öfen in Dochtbauweise sind ebenfalls ungeeignet, da durch die hohe Viskosität nicht genügend Öl durch die Kapillarwirkung zur Spitze des Dochtes transportiert werden kann und die Flamme erlischt.

Der klassische Ölofen funktioniert auch nicht korrekt, da der Regler den Zufluß des hochviskosen Pöls nicht regeln kann und außerdem die Brennkammer durch ungenügende Luftzufuhr sich schnell mit Ölkoks zusetzt.

Der Ölbrenner einer Zentralheizung ist ebenso ungeeignet, da sich das Pöl gar nicht erst entzündet, selbst wenn es zur Herabsetzung der Viskosität auf 70°C erwärmt wird, da es sonst die Hochdruckpumpe gar nicht ansaugen kann. Die Hochspannungszündanlage ist nicht in der Lage das Pöl zu entzünden.

Bei einem Zusatz von 50% Heizöl oder Diesel zum Pöl läßt es sich im Ölbrenner mit gelber, stark rußender Flamme verbrennen. Die Flamme läßt sich nicht optimiert einstellen.

Das Prinzip der Verbrennung muß zur Verwendung von Pöl gänzlich überdacht werden, hier einige Ideen:

  1. Das Pöl muß bis auf den Flammpunkt (180- 300°C) erhitzt werden, so dass es

vergast und sich mit dem Luftsauerstoff mischen kann.

  1. Das auf 70°C erhitzte Pöl muß über eine Hochdruckpumpe auf eine heiße Fläche gesprüht werden, damit eine vollständige Verdampfung eintritt.
  2. Der Tank in dem sich dass Pöl befindet wird unter Luftdruck gesetzt, der Brenner bis auf die Vergasungstemperatur vorgeheizt und dann das zufließende Pöl durch die Hitze der eigenen Verbrennung weiter erhitzt.

Bei der Aufheizung des Pöls bis auf die Gasungstemperatur entstehen jedoch Spaltprodukte, die sich als Belag an den Innenwänden des Brennraumes niederschlagen. Es ist somit auf eine ausreichende Aufheizung der Brennkammerwände zu achten (keine Kühlung der Brennraumwände, eher eine gute Isolierung). Die Wärmegewinnung muß aus dem heißen, vollständig verbrannten Abgas erfolgen und nicht über wassergekühlte Brennräume.

Eine weitere Variante wäre eine Zuführung des Pöls über den Abgaskanal, so dass es sich bis auf einige hundert Grad aufheizt und dann erst in die Brennkammer tropft.

Auch eine Absorption des Pöls an Sägemehl, Holzwolle oder Altpapier wäre denkbar. Diese in eine Form gepresst könnten Briketts ersetzen.

So, und nun mal ein wenig „Futter bei die Fische....“

 

    Der Ölbrenner mit unter Druck stehendem Tank  und Pölvergasung:

 

 

 

 

Hier eine Zeichnung für einen „Zimmerofen“, der Pöl verbrennen kann mit Vorwärmung. Dieser Ofen kann aus „Müll“ gebaut werden und hat eine Heizleistung von 5- 10 kW, kann somit lauschige Abende für „lau“ auf dem Bärenfall mit der Traumfrau bescheren und dies mit dem unmodifizierten Frittenöl vom Fettigen Fritz um die Ecke!

Das Perlit im Brennertopf wird mit Petroleum getränkt und entzündet. Haben die Metallplatten des Vergasers die Verdampfungstemperatur des Pöls erreicht,  wird die Pölzufuhr geöffnet und so eingestellt, dass das Pöl mit rauchfreier Flamme verbrennt. Das Pöl wird über das Abgas vorgewärmt, tropft auf die erhitzten Platten, verdampft und wird mit Hilfe der vorgewärmten Luft verbrannt. Die Luftzufuhr kann auch durch ein Gebläse verstärkt werden, wobei die Pölzufuhr erhöht werden kann und somit auch die Verbrennungstemperatur und die Heizleistung steigt.

Das Prinzip ist einfach: Pöl vorwärmen, in einer heißen Brennkammer verdampfen und mit reichlich Luft verbrennen. Es ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Pöl zufließt und die Verdampferplatten zu stark abkühlen, so dass die Vergasung zum Erliegen kommt. Die Verbrennung erfolgt nicht am Verdampfer, sondern im Zwischenraum zwischen dem Vergaser und dem darüber liegenden Trichter, d.h. die Flammen treten aus dem Trichter aus, erhitzen den Brennraum und den Vergaser. Für einen guten Zug der Abgasleitung/ des Schornsteins ist zu sorgen um die ausreichende Zufuhr von Luft sicher zu stellen wenn kein Gebläse verwendet wird.

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