Reforming

Erzeugung von klopffestem Benzin, aber...Katalysator zu teuer/ aufwendig:

Prozessbedingungen:         500 – 530°C, 20 – 40 Bar
Katalysator:                           Platin auf Aluminiumoxidträgen ( zu teuer)

Unter Hydrocracken versteht man die spaltende Hydrierung mit Katalysatoren
( MoO3, Ni, W, Pt auf SiO2/ Al2O3). Es laufen jedoch noch reichlich Nebenreaktionen ab....
Prozessbedingungen: 315 – 539°C, 14 – 40 (150) bar in einer Wasserstoffatmosphäre

Auch zu aufwendig und viel zu teuer!

Nun zur Kohle...:

Die Kohle ist auch ein fossiler Rohstoff, der bei der Verbrennung reichlich Kohlendioxid freisetzt!
Im zweiten Weltkrieg wurden vielfältige Verfahren zu deren Nutzung entwickelt aufgrund des Mangels an Rohöl.
Kohle gehört zu den  Sedimentärgesteinen pflanzlichen Ursprungs. Pflanzen wurden durch Wasser überdeckt und ohne Sauerstoffeinfluß einem Inkohlungsprozeß unter Druck- und Temperatureinfluß unterworfen. Durch langsamen Zerfall der Kohlenhydratverbindungen reicherte sich der Kohlenstoff unter Abspaltung von Wasser und Kohlendioxid an.
Dieser Prozess läuft noch heute ab: Im ersten Stadium entsteht Torf, danach unter Methanabspaltung Braun- und Steinkohle.

Es wurden einige Patente vergeben, die sich mit der Spaltung von Müll/ Kunststoffen beschäftigen: z.B. Erfinder: Dr. Christian Koch

DE 103 56 245 A1
DE 198 09 717 A1
US 2005/ 0115871 A1

Das Verfahren arbeitet auf einer relativ niedrigen Temperatur von 350°C mit einem Reaktor, der mit Thermoöl gefüllt ist. Bei dieser Temperatur bildet sich noch kein oder nur geringste Mengen an Koks!  Die Reaktorwände werden ständig während der Spaltung von Ablagerungen befreit. Der Energieeintrag erfolgt nicht über die Reaktorwand, sondern über die kinetische Energie einer Pumpe (starke Durchmischung des Thermoöls und der Ausgangsstoffe). Einen hohen Wirkungsgrad dieser Methode des Energieeintrags wage ich zu bezweifeln, hier könnte eventuell auch Mikrowellenenergie verwendet werden. Bei einer Beheizung durch die Reaktorwand müßte diese sehr viel heißer sein als der Inhalt um einen Wärmeübergang zu erreichen, d.h. es wird sich Koks an den Wänden ablagern und den Wärmedurchgang zunehmend verschlechtern. Die nötige Reaktionswärme muß also im Reaktorinneren erzeugt werden.
Als Katalysator kommen wie bei der Erdölraffination Y- Zeolithe zum Einsatz (ca. 1% bezüglich des eingetragenen Mülls). Leider verbraucht sich der Katalysator mit der Zeit und muß entfernt bzw. ersetzt werden. Um im Kunststoff/ Öl gebundene Halogene unschädlich zu machen wird dem Reaktor Kalk zugesetzt. Die Halogene bilden Salze und können mit dem verbrauchten Katalysator entfernt werden.

Der Katalysator spaltet die Makromoleküle in kürzere Stücke bzw. lagert sie zu Ketten um, die dann einen niedrigeren Siedepunkt haben und abdestillieren. Der Dampf kondensiert zu einer Art Dieselöl, mit dem ein Dieselmotor problemlos betrieben werden kann. Der Energiebedarf soll bei etwa 0,4kWh pro kg Müll liegen.

 

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