Wir haben am 07. März 2006 den Grundstein für unser Projekt gelegt.

So, nun soll es endlich losgehen...

Für eine Insellösung, sprich Strom- und Wärmeversorgung ohne die an Wucher grenzenden Angebote der „Energiemonopolisten“ zu nutzen, ist zunächst ein Generator für die Stomversorgung und ein Verbrennungsmotor für die mechanische Energie (Generator) bzw. zur Wärmegewinnung für Heizung und Warmwasser nötig.

Idealer Weise sollte ein Synchrongenerator verwendet werden, da dieser viele Vorteile aufweist, u.a. die Selbsterregung.

Durch Zufall bekamen wir ein Angebot für einen 11 kW drei Phasen Motor für 200 €, der einen prima Asynchrongenerator abgibt. Das gute Stück war ein Ausstellungsstück, ungebraucht, ein wenig verstaubt und 70kg schwer!

 

 

Ein Vorteil ist, dass der Generator weit mehr Leistung zu liefern in der Lage ist als benötigt wird und das ist hervorragend für Verbraucher mit einem hohen Blindleistungsanteil!

Diesem Angebot konnten wir nicht wiederstehen. Daraus ergeben sich aber einige Probleme bei einer Insellösung:

  1. der Generator ist nicht selbsterregend, er benötigt eine kapazitive Blindleistung, da keine Netzanbindung geplant ist, sonst könnte die benötigte Blindleistung dem Netz entnommen werden. Ein Asynchrongenerator synchronisiert sich bei Netztanbindung selbst.
  2. die Spannung des Generators wird durch die Last stark beeinflußt;
  3. bei einer unsymmetrischen Belastung der 3 Phasen sinkt die Klemmspannung noch stärker;
  4. es ist eine Regelung vorzusehen, die eine gleichmäßige Belastung der Phasen gewährleistet;
  5. ein weiterer Regelmechanismus muß die, für die Erregung nötige Blindleistung in Abhängigkeit der Verbraucherlast, regeln, um die Spannung/ Frequenz konstant zu halten;
  6. die Drehzahl des Motors muß geregelt werden und 5% - 10% über der Nenndrehzahl des Generators liegen („Schlupfes“);

Weitere Einzelheiten im Kapitel „Generatoren“.

Viele Probleme die nach einer Lösung „schreien“.

Und nun zum Motor:

Der Verbrennungsmotor soll aus folgenden Gründen mit Pflanzenöl betrieben werden:

  1. PÖL ist günstiger als Heizöl;
  2. PÖL enthält fast keinen Schwefel...keinen „sauren Regen“ in der Umwelt;
  3. PÖL ist CO2 – neutral;
  4. PÖL ist nicht umweltgefährdend, selbst in einer Trinkwassertalsperre richtet es keinen Schaden an!
  5. für ein PÖL- BHKW gibt es keine Vorschriften ( TA- Luft/ Genehmigungspflicht für stationäre Verbrennungsmotore  erst ab 1MW, d.h. ca. 350kW mechanischer Leistung...);

Für stationäre Verbrennungskraftmaschinen gelten natürlich die einschlägigen Schallschutzbestimmungen und Empfehlungen zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes. Der Motor benötigt somit einen guten Schalldämpfer, eine Entkopplung für dem Körperschall, eventuell einen Partikelfilter und OXI- Kat. Mit diesen Maßnahmen sollten die für PKW geltenden Abgasnormen weit unterschritten werden. Auch eine Abgaswäsche wäre denkbar, damit sich niemand über den „Frittenbuden“- Geruch beschweren kann.

Zunächst muß ein Konzept für die Körperschallentkopplung her, um die Übertragung der Motor-/ Generatorvibrationen auf Gebäudeteile zu verhindern.

Die Motor- Generator Kombination wird auf einem massiven Stahlrahmen aus Doppel- T- Profilen aufgebaut. Die gesamte Konstruktion wird ein Gewicht von: Motor ca. 150 kg + Generator 70 kg + Stahlrahmen 50 kg + Anbauteilen 30 kg = 300 kg haben.

Konzept 1:

Dieser Rahmen wird mit einer Betonplatte verschraubt, welche auf einer im Boden eingelassenen dicken Gummimatte lagert ohne umgebene Fußbodenteile zu berühren.

Konzept 2:

Der Rahmen wird auf Schwingungsdämpfer geschraubt, welche fest mit dem Fußboden verbunden sind.

Konzept 3:

Der Rahmen wird über Feder/ Stoßdämpfer, ähnlich einem Kfz Fahrwerk fest mit dem Fundament verbunden.

Weiterhin muß der Abgasauslass des Motors flexibel mit dem Rest der Abgasanlage verbunden werden, ebenso ist auf eine Schallentkopplung der Schalldämpfer zu achten. Für die Schalldämpfer bzw. Aufhängung kann auf den Kfz- Handel zurückgegriffen werden.

BHKW hydraulische Skizze (zum anklicken)

 

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